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"The Brain’s Way of Healing" - das neue Buch von Norman Doidge

Könnte es sein, dass die Prinzipien von Alfred Tomatis in Frankreich auf Umwegen über Nordamerika wiederentdeckt werden?
 
Norman Doidge ist Psychiater, Psychoanalytiker und Forscher mit Lehrauftrag an der Universität Columbia in New York. Zudem ist er Leitartikler der kanadischen Tageszeitung National Post. Er lebt in Toronto und New York.
 
In seinem vorigen Bestseller "The Brain That Changes Itself" (Neustart im Kopf: Wie sich unser Gerhin selbst repariert), der eine begeisterte Würdigung des Neurologen Oliver Sacks, seines Zeichens Autor von "Musicophilia", erhielt, präsentiert Norman Doidge dem Publikum eine Reihe seiner Forschungsarbeiten zum Thema "Plastizität des Gehirns" – und damit die vielleicht radikalste Änderung unserer Sichtweise des Gehirns seit Anbeginn der modernen Wissenschaft.
 
Jahrhundertelang ging man davon aus, dass die hochentwickelte Komplexität unseres Gehirns mit einer Unfähigkeit zur Regeneration einhergehen müsse. Dass es nicht in der Lage sei, mentale Fähigkeiten, die es aufgrund von Traumata oder Krankheiten einbüßt, wiederzuerlernen.
 
Mit seinem neuen Buch "The Brain’s Way of Healing", dessen Titel man etwa mit "Wie das Gehirn sich selbst heilt" übersetzen könnte, kehrt N. Doidge diese Annahme um, indem er uns aufzeigt, welche Dynamik den Fähigkeiten des Gehirns innewohnt. Und wie sehr die Komplexität dieses Organs an sich eine einzigartige und schonende Art der Heilung ermöglicht.
 
So widmet er das letzte Kapitel seines Buches den Arbeiten von Alfred Tomatis, ausgehend von den Erfahrungen des Psychologen und Tomatis-Therapeuten Paul Madaule, der bereits seit mehreren Jahren in Toronto, Kanada, ein Horch-Therapiezentrum, genannt "Listening center", betreibt.
 
In Frankreich werden die wohltuenden Auswirkungen der Musik auf die Gehirnfunktion von herausragenden Neurologen wie Pierre Lemarquis, Bernard Chevalier und Hervé Platel untersucht und beleuchtet, die selbst musizieren.         
 
In Belgien erstellt das Zentrum für die Entwicklung und Anwendung der Prinzipien von Tomatis, genannt "Mozart Brain Lab", eine Kartierung des Gehirns bestimmter Patienten, die diese positive Plastizität des Gehirns nach absolviertem Horchtherapie-Programm nachzuweisen vermag.
 
Die Prinzipien von Tomatis zeigen diesen Weg zur Selbstheilung des Gehirns, "the Brain’s way of healing”, auf.